
Meine fantastische To-Do-Liste sagt mehr als eine trockene Bio
»Das Kind hat zu viel Fantasie!« war meistens kein Lob. Wenn meine Fantasie (nicht ich!) schon wieder etwas kaputt gemacht hatte, garantiert nicht. Zum Beispiel ein Kristallglas aus dem Set, das jungfräulich und wohlbehütet in der Vitrine stand. Dass aber ein Hai seine Bahnen um ein Robbenbaby darin zog … Ganz zu schweigen von dem bösen Drachen unter meinem Bett, der Schuld hatte (nicht ich!), dass der Lippenstift meiner Mutter auf meiner Stirn eine große Wunde gemacht hat.
Das Kind mit seiner Fantasie ist auch heute noch da. (Ich mag noch immer Lippenstift, allerdings benutze ich inzwischen meinen eigenen.)
Was ich allerdings erwähnen sollte: Die Fantasie ist nur ein Teil der Geschichte. Der Rest ist Arbeit. Und Löschtaste mit Tränen. Und natürlich viel Zeit und noch mehr Verrücktheit.
Das ist sie also: Karla Fabry, geboren in einem veilchenduftdurchströmten Frühling des vergangenen Jahrhunderts (Nein, sie ist kein Vampir!). Sie lebt um Stuttgart drumherum. Zwischen 2000 und 2026 arbeitete sie mit Pausen hauptsächlich im Verlagswesen (im Korrektorat/Lektorat und Redaktion oder als Werbetexterin in der verlagsinternen Agentur).
Kurzum, auch in meinem beruflichen Leben begleitete mich stets die Leidenschaft für das geschriebene Wort.
Neben Schreiben sind Fotografieren und digitale Fotokunst, Basteln aller Art und Tagträumen meine Hobbys. Und wenn noch Zeit bleibt, Kochrezepte erfinden.
Zur Arbeit mit dem Wort fand ich nicht als junges Mädchen, sondern recht spät. Während des Studiums in Heidelberg half ich in einem kleinen Stuttgarter Verlag aus. Dort fing ich an, mich professionell mit Texten von Autoren auseinanderzusetzen und merkte bald, dass mir das Lektorieren und Korrigieren viel Freude machten. Ich beendete 1998 das Studium in Heidelberg mit Magister Artium und widmete mich zunächst freiberuflich der Reportage- und Kunstfotografie, bevor ich zur Arbeit mit dem Wort zurückkehrte. Die Sehnsucht, die eigene Fantasie aufs Papier zu bringen, keimte in jenen Jahren langsam aber stetig, bis daraus eine Fantasy-Trilogie heranwuchs.
2010 begann ich, mich ernsthaft mit dem Handwerk des Schreibens auseinanderzusetzen. Die Idee zu »Schattenblau«, die aus meiner großen Liebe zum Meer entstand, brachte ich mit dem ersten Band nach fast vier Jahren Recherche, Lernen und harter Arbeit »zu Papier«.
»Schattenblau: Das Herz der Tiefe« (Band 1 der Jugend-Fantasy-Trilogie »Schattenblau«) war 2014 mein Start ins Schriftstellerleben. Eine bereichernde Arbeit, die ich mit dem zweiten Band 2016 weitergeführt habe, der unter dem Titel »Schattenblau: Das dunkle Raunen des Meeres« erschien. 2020, im August, erschien schließlich der letzte Teil der Trilogie: »Schattenblau: Das Funkeln der Wellen«.
Danach folgte eine Young-Adult-Dilogie: »Lotus Love: Mit der Ewigkeit …« (Band 1, 2022) und »LotusLove: … in unseren Herzen« (Band 2, 2024).
In 2027 soll der 1. Band einer neuen Fantasy-Reihe erscheinen.
Ich weiß, ich bin eine langsame Schreiberin. Aber ich bleibe dran. Und das ist schon die halbe Miete.